
Kurzantwort
1.000 mg Vitamin C pro Tag liegen rund neunmal über dem Referenzwert der DGE für erwachsene Männer (110 mg) und gut zehnmal über dem für Frauen (95 mg). Mehr ist dabei nicht automatisch besser: Ab etwa 1 g pro Tag sinkt der Anteil, den der Darm aufnimmt, auf unter 50 %, der Rest wird ausgeschieden. Die EFSA nennt 1.000 mg zusätzliches Vitamin C pro Tag als Orientierungswert, bei dem keine Magen-Darm-Beschwerden zu erwarten sind; das BfR schlägt für Nahrungsergänzungsmittel vorsichtiger 250 mg pro Tagesdosis vor. Ob eine hohe Dosis für dich passt, hängt von deiner Ernährung, deiner Situation und deiner Verträglichkeit ab.
Auf einen Blick
- Referenzwerte (DGE): 110 mg/Tag für Männer, 95 mg/Tag für Frauen, für Rauchende 155 bzw. 135 mg/Tag.
- Laut Nationaler Verzehrsstudie II nehmen Erwachsene in Deutschland im Mittel rund 130 mg Vitamin C pro Tag über die Nahrung auf.
- Bei 30–180 mg pro Tag werden etwa 70–90 % aufgenommen, oberhalb von 1 g pro Tag weniger als 50 % (NIH ODS).
- Die EFSA hat keinen Tolerable Upper Intake Level (UL) festgelegt; 1.000 mg zusätzlich pro Tag gelten als Orientierungswert.
- Das BfR schlägt 250 mg Vitamin C pro Tagesdosis eines Nahrungsergänzungsmittels als Höchstmenge vor.
- Häufigste Nebenwirkung sehr hoher Mengen: Magen-Darm-Beschwerden wie weicher Stuhl oder Durchfall.
Was ist Vitamin C?
Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin, chemisch meist als L-Ascorbinsäure bezeichnet. Der Mensch kann es – anders als viele Tiere – nicht selbst herstellen und muss es regelmäßig über die Nahrung aufnehmen. Weil es wasserlöslich ist, legt der Körper keine großen Depots an; überschüssige Mengen werden vor allem über die Nieren ausgeschieden.
In Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln begegnet dir Vitamin C in verschiedenen Formen: als reine L-Ascorbinsäure, als Salze wie Natrium- oder Calciumascorbat oder als Bestandteil von Pflanzenextrakten, etwa aus Hagebutte oder Acerola. Als Zusatzstoff trägt Ascorbinsäure die E-Nummer E 300 und wird zum Beispiel Fruchtsäften oder Wurstwaren als Antioxidationsmittel zugesetzt.
Für Vitamin C sind in der EU mehrere gesundheitsbezogene Angaben zugelassen. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei. Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei, trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, und erhöht die Eisenaufnahme. Wichtig: Diese Aussagen gelten bereits bei einer ausreichenden Zufuhr – sie bedeuten nicht, dass höhere Mengen mehr bewirken.
Wie viel Vitamin C brauchst du?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihre Referenzwerte für Vitamin C 2015 überarbeitet. Sie gelten gemeinsam für Deutschland, Österreich und die Schweiz (D-A-CH) und entsprechen den Werten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Für Rauchende liegt der Wert höher, weil Rauchen den Vitamin-C-Umsatz im Körper erhöht.
110 mg
Referenzwert/Tag für erwachsene Männer (DGE)
95 mg
Referenzwert/Tag für erwachsene Frauen (DGE)
80 mg
Nährstoffbezugswert (NRV) für die Kennzeichnung
| Personengruppe | Referenzwert pro Tag | 1.000 mg entsprechen etwa |
|---|---|---|
| Männer (ab 19 Jahren) | 110 mg | dem 9-Fachen |
| Frauen (ab 19 Jahren) | 95 mg | dem 10,5-Fachen |
| Raucher | 155 mg | dem 6,5-Fachen |
| Raucherinnen | 135 mg | dem 7,4-Fachen |
| Schwangere (ab 4. Monat) | 105 mg | dem 9,5-Fachen |
| Stillende | 125 mg | dem 8-Fachen |
Quelle: DGE, Referenzwerte für Vitamin C (2015). Die Spalte rechts ist eine gerundete Rechnung der Redaktion.
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) liegt die übliche Zufuhr in Deutschland nach Daten der Nationalen Verzehrsstudie II bei etwa 134 mg (Männer) und 130 mg (Frauen) pro Tag. Wer viel Obst und Gemüse isst, kommt deutlich höher: Bei hohem Verzehr nennt das BfR rund 317 bis 332 mg pro Tag. Eine pflanzenbetonte Ernährung ist also typischerweise eine gute Ausgangslage für Vitamin C. Mehr dazu, wie sich das Vitamin über den Tag verteilt aufnehmen lässt, liest du in unserem Grundlagenartikel Vitamin C: Funktionen, Lebensmittel und Supplementierung.
Aufnahme: Warum mehr nicht linear mehr bringt
Vitamin C wird im Dünndarm über spezielle Transporter aufgenommen. Diese Transporter arbeiten nur bis zu einer bestimmten Kapazität. Nach Angaben des Office of Dietary Supplements der US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH ODS) werden bei moderater Zufuhr von 30 bis 180 mg pro Tag etwa 70 bis 90 % aufgenommen. Oberhalb von 1 g pro Tag sinkt die Aufnahmequote auf unter 50 %.
Was der Körper nicht aufnimmt, bleibt im Darm oder wird – wenn es bereits im Blut ist – über die Nieren ausgeschieden. Bildlich gesprochen ist der Speicher irgendwann voll, und zusätzliches Vitamin C läuft über. Das ist nicht gefährlich, erklärt aber, warum eine Verdopplung der Dosis nicht zu einer Verdopplung im Körper führt.
Gut zu wissen: Der nicht aufgenommene Anteil von Vitamin C wirkt im Darm osmotisch, er zieht also Wasser an. Genau das ist der Grund, warum sehr hohe Einzeldosen bei manchen Menschen zu weichem Stuhl oder Blähungen führen.
Praktisch bedeutet das: Wer über Obst und Gemüse bereits gut versorgt ist, nimmt mit einer zusätzlichen Kapsel von 1.000 mg vor allem Vitamin C auf, das zu einem großen Teil wieder ausgeschieden wird. Wer dagegen wenig frische Lebensmittel isst, kann von einer Ergänzung profitieren, um die Referenzwerte zu erreichen – dafür wären allerdings auch niedrigere Mengen ausreichend.
Zum Einnahmezeitpunkt gibt es keine strengen Regeln. Ascorbinsäure ist eine Säure, deshalb vertragen manche Menschen sie zu oder vor einer Mahlzeit besser als auf leeren Magen. Wenn du mehrere Präparate nimmst, hilft dir unser Überblick Supplements nüchtern oder zum Essen? bei der Planung.
Obergrenzen: EFSA, BfR und NIH im Vergleich
Eine Obergrenze für die sichere Gesamtzufuhr heißt in der Fachsprache Tolerable Upper Intake Level (UL). Für Vitamin C hat die EFSA 2004 keinen UL festgelegt, weil die Datenlage dafür nicht ausreichte. Stattdessen nennt sie einen Orientierungswert: Eine zusätzliche Aufnahme von bis zu 1.000 mg pro Tag (zur normalen Ernährung) ist nach ihrer Einschätzung nicht mit Magen-Darm-Beschwerden verbunden.
Das BfR hat auf dieser Grundlage 2021 Höchstmengenvorschläge veröffentlicht. Es verteilt die 1.000 mg je zur Hälfte auf Nahrungsergänzungsmittel und angereicherte Lebensmittel und rechnet einen Unsicherheitsfaktor von 2 ein. So kommt es auf einen Vorschlag von 250 mg Vitamin C pro Tagesdosis eines Nahrungsergänzungsmittels. Begründet wird das auch damit, dass in Deutschland viele Lebensmittel angereichert sind und manche Menschen mehrere Präparate gleichzeitig einnehmen.
| Institution | Wert | Was er bedeutet |
|---|---|---|
| EFSA (2004) | kein UL; 1.000 mg/Tag zusätzlich als Orientierungswert | Bis zu dieser Zusatzmenge werden keine Magen-Darm-Beschwerden erwartet. |
| BfR (2021) | 250 mg pro Tagesdosis eines Nahrungsergänzungsmittels | Vorsorglicher Höchstmengenvorschlag mit Sicherheitsfaktor und Puffer für angereicherte Lebensmittel. |
| NIH ODS (USA) | UL 2.000 mg/Tag für Erwachsene | US-amerikanische Obergrenze für die Gesamtzufuhr aus allen Quellen. |
Quellen: BfR, Höchstmengenvorschläge für Vitamin C in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln (2021); NIH ODS, Vitamin C Fact Sheet for Health Professionals.
Ehrlich eingeordnet heißt das: Ein Präparat mit 1.000 mg pro Tagesdosis – wie unser Vitamin C 1.000 mg – liegt beim Vierfachen des BfR-Höchstmengenvorschlags von 250 mg. Es schöpft zudem den von der EFSA genannten Orientierungswert für die zusätzliche Aufnahme bereits vollständig aus und liegt unter dem US-amerikanischen UL für die Gesamtzufuhr. Das BfR selbst weist darauf hin, dass ein Produkt mit 1.000 mg pro Tag den Orientierungswert zusammen mit angereicherten Lebensmitteln überschreiten kann. Wer hochdosiert ergänzt, sollte daher andere Quellen im Blick behalten – etwa Multivitaminpräparate, Brausetabletten oder angereicherte Säfte.
Zum Thema Nierensteine schreibt das BfR, die EFSA habe bei einer gewohnheitsmäßigen Zufuhr von 1.500 mg pro Tag kein erhöhtes Risiko festgestellt. Das NIH ODS beschreibt die Datenlage als widersprüchlich: Hohe Zufuhren können die Ausscheidung von Oxalat im Urin erhöhen, ein Zusammenhang mit Nierensteinen zeigt sich am deutlichsten bei Menschen mit bereits bestehender Neigung dazu.
Verträglichkeit und wer vorsichtig sein sollte
Für gesunde Erwachsene gilt Vitamin C als gut verträglich. Die am häufigsten beschriebenen Nebenwirkungen sehr hoher Mengen sind laut NIH ODS Durchfall, Übelkeit und Bauchkrämpfe. Sie entstehen durch die osmotische Wirkung des nicht aufgenommenen Anteils und klingen in der Regel ab, wenn die Menge reduziert wird.
Einige Personengruppen sollten eine hochdosierte Ergänzung vorher ärztlich besprechen:
- Menschen mit Nierensteinen oder Nierenerkrankungen: Hohe Mengen können die Oxalatausscheidung erhöhen.
- Menschen mit Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit): Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme. Bei einer Eisenüberladung kann das unerwünscht sein.
- Menschen, die Medikamente einnehmen: Kläre mögliche Wechselwirkungen mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder in der Apotheke.
- Schwangere und Stillende: Der Bedarf ist leicht erhöht, eine hohe Ergänzung ist dafür aber nicht nötig. Sprich deine Routine mit deiner Praxis ab.
- Kinder: Hochdosierte Präparate für Erwachsene sind nicht für Kinder gedacht.
Ein Hinweis zu Laborwerten: Hohe Vitamin-C-Mengen können bestimmte Labortests beeinflussen, etwa Blutzucker- oder Urinteststreifen. Wenn eine Blutabnahme ansteht, erwähne deine Supplemente deshalb in der Praxis.
Vitamin C aus Lebensmitteln
Pflanzliche Lebensmittel sind die wichtigsten Vitamin-C-Quellen. Laut BfR stammen in Deutschland 25 bis 32 % der Zufuhr aus Obst, 19 bis 23 % aus alkoholfreien Getränken und 17 bis 20 % aus Gemüse. Die Tabelle zeigt Gehalte typischer Lebensmittel.
| Lebensmittel | Vitamin C pro 100 g | Praxis-Tipp |
|---|---|---|
| Schwarze Johannisbeere | 177 mg | Tiefgekühlt im Porridge oder Smoothie |
| Rote Paprika | 140 mg | Roh als Snack oder im Salat |
| Brokkoli (gegart) | ca. 73 mg | Kurz dämpfen statt lange kochen |
| Zitrone | 50,7 mg | Saft über Linsen- oder Bohnengerichte |
| Orange | 45,5 mg | Als Ganzes essen, inklusive Fruchtfleisch |
| Kartoffeln (gekocht) | ca. 15 mg | Durch die Menge ein relevanter Beitrag |
Quelle: gängige Nährwerttabellen (gerundete Orientierungswerte). Gehalte schwanken je nach Sorte, Reife, Lagerung und Zubereitung.
Vitamin C ist hitze- und lichtempfindlich und geht beim Kochen teilweise ins Kochwasser über. Kurzes Dämpfen, Garen in wenig Wasser und eine schnelle Verarbeitung nach dem Schneiden helfen, Verluste klein zu halten. Viele der besten Quellen – Paprika, Beeren, Zitrusfrüchte – isst du ohnehin roh.
Ein besonders praktischer Effekt für vegan lebende Menschen: Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme. Eine Paprika zum Linsensalat oder ein Spritzer Zitrone über das Hummusbrot ist deshalb eine einfache Kombination. Mehr Ideen findest du in unserem Artikel Eisen für Veganer: die wichtigsten Lebensmittel und Tipps.
Wann eine hohe Dosis passen kann – und wann nicht
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Für die meisten Menschen mit abwechslungsreicher, pflanzenbetonter Ernährung reicht die Zufuhr über Lebensmittel aus, um die Referenzwerte zu erreichen. Eine Ergänzung kann eine Option sein, wenn deine Ernährung phasenweise wenig frisches Obst und Gemüse enthält oder du dir eine einfache, gleichbleibende Routine wünschst. Eine hohe Dosis ist dafür nicht erforderlich – sie ist eine bewusste Entscheidung, die du mit den Fakten oben treffen kannst.
Diese Schritte helfen dir bei der Einordnung:
- Ernährung prüfen: Notiere drei typische Tage. Wie viele Portionen Obst und Gemüse isst du, wie viel davon roh?
- Alle Quellen addieren: Rechne Vitamin C aus Multivitaminpräparaten, Brausetabletten, angereicherten Säften und anderen Produkten zusammen.
- Ziel klären: Willst du nur eine Lücke schließen? Dann reichen oft Mengen im Bereich der Referenzwerte.
- Verträglichkeit beobachten: Achte in den ersten Tagen auf Magen und Verdauung und nimm die Kapsel bei Bedarf zu einer Mahlzeit.
- Besonderheiten abklären: Bei Nierensteinen, Eisenspeicherkrankheit, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme vorher ärztlich beraten lassen.
- Verzehrempfehlung einhalten: Die auf dem Etikett angegebene Tagesmenge nicht überschreiten.
Wenn du deine gesamte Routine auf einen Blick sehen möchtest, findest du im Routine-Finder eine kurze Orientierung, welche Nährstoffe bei veganer Ernährung typischerweise im Fokus stehen.

Passend zum Thema
Vitamin C 1.000 mg
1 Kapsel enthält 1.000 mg Vitamin C als L-Ascorbinsäure (1.250 % NRV), 365 Kapseln pro Dose, nur zwei Zutaten mit pflanzlicher Kapselhülle. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Zum Produkt →Unser Vitamin C 1.000 mg ist bewusst als hochdosierte Variante für Menschen gedacht, die sich für eine solche Menge entschieden haben. Die Verzehrempfehlung lautet 1 Kapsel täglich, bevorzugt vor einer Mahlzeit mit ausreichend Wasser. Wenn du über die Ernährung schon gut versorgt bist, ist eine zusätzliche hohe Dosis kein Muss.
Mythen und Fakten
Mythos: Je mehr Vitamin C, desto besser.
Fakt: Die Aufnahme im Darm ist begrenzt. Oberhalb von 1 g pro Tag wird weniger als die Hälfte aufgenommen, der Rest ausgeschieden. Die zugelassenen Aussagen zu Vitamin C beziehen sich auf eine ausreichende Versorgung, nicht auf Höchstmengen.
Mythos: Natürliches Vitamin C aus Acerola ist chemisch ein anderes Vitamin als Ascorbinsäure.
Fakt: Das Vitamin-C-Molekül in Acerola ist L-Ascorbinsäure – dieselbe Verbindung wie in Kapseln mit isolierter Ascorbinsäure. Unterschiede liegen in den Begleitstoffen der Frucht und in der Dosierbarkeit, nicht im Vitamin selbst.
Mythos: Veganer haben automatisch zu wenig Vitamin C.
Fakt: Das Gegenteil ist oft der Fall: Obst, Gemüse und Kartoffeln sind die wichtigsten Quellen. Bei veganer Ernährung stehen eher Nährstoffe wie Vitamin B12, Jod oder Vitamin D im Fokus.
Mythos: Vitamin C hat keinerlei Obergrenze, weil es wasserlöslich ist.
Fakt: Die EFSA hat zwar keinen UL festgelegt, nennt aber 1.000 mg zusätzlich pro Tag als Orientierungswert. Das BfR schlägt für Nahrungsergänzungsmittel 250 mg pro Tagesdosis vor, die US-Behörden setzen einen UL von 2.000 mg.
Einen Überblick, welche Nährstoffe bei pflanzlicher Ernährung wirklich Aufmerksamkeit brauchen, bietet dir unser Artikel Welche Nahrungsergänzung brauchen Veganer wirklich?.
Häufige Fragen
Ist 1.000 mg Vitamin C am Tag gefährlich?
Für gesunde Erwachsene gilt eine zusätzliche Aufnahme von 1.000 mg pro Tag nach Einschätzung der EFSA nicht als problematisch für den Magen-Darm-Trakt. Das BfR empfiehlt für Nahrungsergänzungsmittel vorsorglich niedrigere 250 mg pro Tagesdosis. Wer zu Nierensteinen neigt, eine Eisenspeicherkrankheit hat oder Medikamente nimmt, sollte eine hohe Dosis vorher ärztlich abklären und auf weitere Quellen achten.
Wie viel Vitamin C nimmt der Körper von 1.000 mg auf?
Laut NIH Office of Dietary Supplements sinkt die Aufnahmequote oberhalb von 1 g pro Tag auf unter 50 %. Bei moderaten Mengen von 30 bis 180 mg werden dagegen etwa 70 bis 90 % aufgenommen. Die Aufnahme hängt zudem davon ab, wie gut du bereits versorgt bist. Der nicht aufgenommene Anteil wird ausgeschieden.
Sollte ich Vitamin C nüchtern oder zum Essen nehmen?
Beides ist möglich. Ascorbinsäure ist eine Säure, deshalb vertragen manche Menschen sie besser vor oder zu einer Mahlzeit als auf leeren Magen. Unser Vitamin C 1.000 mg soll laut Verzehrempfehlung bevorzugt vor einer Mahlzeit mit ausreichend Wasser eingenommen werden. Wenn dein Magen empfindlich reagiert, nimm die Kapsel direkt zum Essen und beobachte, wie es dir damit geht.
Bekomme ich als Veganerin genug Vitamin C über die Nahrung?
In vielen Fällen ja. Die Referenzwerte von 95 mg (Frauen) und 110 mg (Männer) erreichst du zum Beispiel mit einer roten Paprika oder einer Portion Brokkoli plus einer Orange. Laut BfR liegt die durchschnittliche Zufuhr in Deutschland bereits bei rund 130 mg pro Tag. Eine Ergänzung kann sinnvoll sein, wenn deine Ernährung zeitweise wenig frische Lebensmittel enthält.
Kann zu viel Vitamin C Durchfall verursachen?
Ja, das ist die häufigste Nebenwirkung sehr hoher Mengen. Der nicht aufgenommene Anteil zieht im Darm Wasser an und kann so zu weichem Stuhl, Blähungen oder Bauchkrämpfen führen. Diese Beschwerden gehen in der Regel zurück, wenn die Menge reduziert wird. Halten Beschwerden an, lass sie ärztlich abklären.
Erhöht Vitamin C wirklich die Eisenaufnahme?
Ja, das ist eine in der EU zugelassene gesundheitsbezogene Angabe: Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme. Für vegan lebende Menschen ist das relevant, weil pflanzliches Eisen (Nicht-Häm-Eisen) schlechter aufgenommen wird als Eisen aus tierischen Quellen. Eine Vitamin-C-reiche Beilage zu Hülsenfrüchten oder Vollkorn ist dafür eine einfache, alltagstaugliche Kombination.
Wie lange reicht eine Dose Vitamin C 1.000 mg?
Eine Dose enthält 365 Kapseln. Bei der Verzehrempfehlung von 1 Kapsel täglich reicht sie 365 Tage, also ein Jahr. Bewahre die Dose dunkel, kühl, trocken und gut verschlossen auf, damit die Kapseln über diesen Zeitraum gut geschützt bleiben, und lagere sie außerhalb der Reichweite kleiner Kinder.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für Vitamin C, Überarbeitung 2015 – www.dge.de
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Höchstmengenvorschläge für Vitamin C in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln (2021) sowie Infografik Vitamin C – www.bfr.bund.de
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Tolerable Upper Intake Levels for Vitamins and Minerals (2006, Vitamin-C-Bewertung 2004) und Dietary Reference Values for Vitamin C (2013) – www.efsa.europa.eu
- NIH Office of Dietary Supplements: Vitamin C – Fact Sheet for Health Professionals – ods.od.nih.gov
- EU-Register der nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben (Verordnung (EU) Nr. 432/2012) – EU-Register Health Claims
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 · Yes Vegan Redaktion













