
Titelbild: Produktabbildung Yes Vegan (beispielhafte Darstellung).
Kurzantwort: Zu den klassischen Bitterkräutern gehören Löwenzahnwurzel, Wermut, Schafgarbe und Galgant, dazu kommen würzige Begleiter wie Ingwer, Kardamom, Koriander, Anis, Kurkuma, Wacholderbeeren und Brennnesselwurzel. Genau diese 11 Pflanzen stecken in unseren Bitter Superfoods Kapseln. Sie unterscheiden sich in Pflanzenteil, Geschmack und Herkunft – gesundheitsbezogene Angaben sind für keine von ihnen in der EU zugelassen, deshalb stellen wir sie dir als Pflanzen vor, nicht als Wirkversprechen.
Wenn du eine Zutatenliste mit elf Pflanzennamen liest, geht es dir vielleicht wie uns beim ersten Mal: Löwenzahn kennt man, Ingwer auch. Aber Galgant? Wermut, ist das nicht der aus dem Cocktail? Und was macht eigentlich Brennnesselwurzel in einer Bittermischung? Zeit für eine kleine Kräuterkunde. Wir gehen alle elf Bitterkräuter und Gewürze durch – woher sie kommen, welcher Pflanzenteil verwendet wird, wie sie schmecken und wo du sie in der Küche wiederfindest.
Bitterkräuter, Bitterstoffe, Kräuterbitter: kurz sortiert
Drei Begriffe, die oft durcheinandergehen:
- Bitterkräuter (oder Bitterpflanzen) sind Pflanzen mit deutlich bitterem Geschmack, etwa Löwenzahn, Wermut oder Schafgarbe.
- Bitterstoffe sind die Inhaltsstoffe, die diesen Geschmack verursachen. Chemisch ist das keine einheitliche Gruppe, sondern ein bunter Mix.
- Kräuterbitter ist meist ein alkoholischer Auszug aus mehreren Kräutern – der Klassiker im Schnapsglas nach dem Essen.
In einer Bittermischung wie unseren Bitter Superfoods kombinieren sich echte Bitterkräuter mit aromatischen Gewürzen. Die Gewürze sind nicht unbedingt bitter, aber sie gehören traditionell in viele Kräuterrezepturen. Was die Forschung zu Bitterstoffen allgemein sagt, haben wir in Bitterstoffe Wirkung: Was Tradition und Studien wirklich sagen zusammengefasst.
Die 11 Bitterkräuter und Gewürze im Überblick
| Pflanze | Botanischer Name | Pflanzenteil | Geschmack | Pflanzenfamilie |
|---|---|---|---|---|
| Löwenzahn | Taraxacum officinale | Wurzel | kräftig bitter, erdig | Korbblütler |
| Galgant | Alpinia officinarum | Wurzel | scharf, würzig, leicht bitter | Ingwergewächse |
| Schafgarbe | Achillea millefolium | Kraut | herb-bitter, aromatisch | Korbblütler |
| Ingwer | Zingiber officinale | Wurzelstock | scharf, frisch | Ingwergewächse |
| Koriander | Coriandrum sativum | Frucht (Samen) | zitronig, warm | Doldenblütler |
| Wermut | Artemisia absinthium | Kraut | sehr bitter | Korbblütler |
| Brennnessel | Urtica dioica | Wurzel | mild, erdig | Brennnesselgewächse |
| Kardamom | Elettaria cardamomum | Samen | blumig, süßlich-scharf | Ingwergewächse |
| Kurkuma | Curcuma longa | Wurzelstock | erdig, leicht bitter | Ingwergewächse |
| Anis | Pimpinella anisum | Frucht | süßlich, lakritzartig | Doldenblütler |
| Wacholder | Juniperus communis | Beeren | harzig, herb | Zypressengewächse |
Die echten Bitterkräuter: Löwenzahn, Wermut, Schafgarbe
Löwenzahnwurzel
Der Löwenzahn ist wohl das bekannteste Bitterkraut Mitteleuropas – und gleichzeitig das am meisten unterschätzte. Während die jungen Blätter im Frühling als Salat auf den Teller kommen, ist die Wurzel der deutlich bitterere Teil. Sie wird getrocknet, gemahlen oder als Tee aufgebrüht. Geröstet war sie früher sogar ein Kaffee-Ersatz. In Bitter Superfoods macht bitteres Löwenzahnwurzelpulver 8 % der Rezeptur aus. Wenn du tiefer einsteigen willst: Unser Artikel Löwenzahnwurzel: Inhaltsstoffe, Verwendung, Extrakt und Tee vs. Kapseln erklärt alles rund um die Wurzel.
Wermut
Wermut ist so ziemlich das Bitterste, was die heimische Kräuterwelt hergibt. Er gab dem Wermutwein seinen Namen und war Bestandteil des Absinths. Wichtig zu wissen: Wermut enthält natürlicherweise Thujon. Für Thujon in Lebensmitteln gelten in der EU Höchstmengen, und genau deshalb ist Wermut ein Kraut, mit dem man maßvoll umgeht. In Schwangerschaft und Stillzeit solltest du Wermut-haltige Produkte nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin verwenden.
Schafgarbe
Die Schafgarbe wächst an fast jedem Wegrand, mit ihren weißen Doldenblüten und den fein gefiederten Blättern. Ihr Geschmack ist herb-bitter mit einer leicht kampferartigen Note. Sie hat eine lange Geschichte in der europäischen Kräutertradition. Ein ausführliches Porträt findest du in Schafgarbe: Das unterschätzte Bitterkraut aus der Wiese.
Die Gewürze: Galgant, Ingwer, Kardamom, Kurkuma
Vier Mitglieder derselben Pflanzenfamilie, der Ingwergewächse. Sie bringen Schärfe und Wärme in die Mischung.
- Galgant ist der Cousin des Ingwers und in der thailändischen Küche unverzichtbar – denk an Tom Kha Gai, die vegane Variante natürlich. In Europa war Galgant im Mittelalter ein geschätztes Gewürz, unter anderem durch Hildegard von Bingen bekannt.
- Ingwer kennst du aus Tee, Shots und Currys. Er schmeckt frisch und scharf. Ideen für die Küche findest du in unserem Artikel Ingwer: Gingerole, Verwendung und 6 Rezepte.
- Kardamom ist eines der teuersten Gewürze der Welt. Die kleinen Samen duften blumig und stecken in Chai, Zimtschnecken und vielen Currys.
- Kurkuma färbt alles leuchtend gelb und schmeckt erdig mit leicht bitterer Note. Für die Schwangerschaft gilt: als Gewürz ja, als Supplement lieber nicht ohne ärztlichen Rat – mehr dazu in Kurkuma in der Schwangerschaft.
Die Samen und Beeren: Koriander, Anis, Wacholder – plus Brennnesselwurzel
Koriander polarisiert als frisches Kraut, die getrockneten Früchte hingegen schmecken mild, warm und leicht zitronig. Sie sind ein Klassiker in Brotgewürz und Garam Masala. Anis bringt die süßliche Lakritznote, die du vielleicht von Weihnachtsgebäck oder Anistee kennst. Wacholderbeeren sind eigentlich Zapfen und geben Sauerkraut, Rotkohl und Gin ihren harzigen Charakter.
Die Brennnesselwurzel ist der Außenseiter der Runde. Während die Blätter der Brennnessel als Tee und Wildgemüse bekannt sind, wird die Wurzel seltener verwendet. Sie schmeckt mild und erdig, kaum bitter. Mehr zur Brennnesselwurzel findest du in Kürbiskernextrakt und Brennnesselwurzel.
Bitterkräuter in der Küche: So schmeckst du sie selbst
Das Schöne an Bitterkräutern: Viele davon hast du vielleicht schon im Gewürzregal. Ein paar Ideen, wie du sie in deinen Alltag holst:
- Löwenzahnsalat im Frühling: Junge Blätter mit Apfel, Walnüssen und einem Senf-Ahorn-Dressing. Die Süße balanciert die Bitterkeit.
- Chai selbst gemischt: Kardamom, Ingwer, Anis und eine Prise Kurkuma in Haferdrink köcheln lassen.
- Rotkohl mit Wacholder: Drei, vier angedrückte Beeren reichen für einen ganzen Topf.
- Kokos-Curry mit Galgant: Frische Galgantscheiben mitkochen und vor dem Servieren herausnehmen.
- Bitteres Gemüse: Radicchio, Chicorée und Rucola sind die einfachste Art, Bitteres auf den Teller zu bringen. Rezepte gibt es in Bitteres Gemüse wie Radicchio und Chicorée in der Küche.
Wenn du lieber keine Gewürze abwiegst, sondern eine fertige Mischung ohne Geschmack auf der Zunge suchst, sind Bitterstoffe Kapseln die unkomplizierte Variante. 2 Kapseln täglich vor einer Mahlzeit, fertig.
Verträglichkeit: Worauf du bei Bitterkräutern achten solltest
Pflanzen sind nicht automatisch harmlos, nur weil sie natürlich sind. Ein paar sachliche Hinweise:
- Korbblütler-Allergie: Löwenzahn, Schafgarbe und Wermut gehören zu den Korbblütlern, genau wie Kamille und Arnika. Wer darauf allergisch reagiert, sollte vorsichtig sein.
- Doldenblütler: Koriander und Anis gehören zur Familie von Sellerie und Fenchel. Bei bekannten Allergien gegenüber dieser Familie lieber vorher abklären.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Kräuterpräparate mit Wermut oder Kurkuma bitte nur nach ärztlicher Rücksprache.
- Medikamente: Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Apotheker, bevor du ein Kräuterpräparat ergänzt.
Häufige Fragen
Welche Kräuter sind Bitterkräuter?
Klassische heimische Bitterkräuter sind Löwenzahn, Wermut, Schafgarbe, Enzian und Tausendgüldenkraut. Auch Artischocke, Chicorée und Radicchio zählen zu den bitteren Pflanzen. In Bitter Superfoods kombinieren wir Löwenzahnwurzel, Wermut und Schafgarbe mit acht weiteren Pflanzen.
Sind natürliche Bitterstoffe gesund?
Bittere Pflanzen sind ein normaler Teil einer vielfältigen Ernährung. Für Bitterpflanzen gibt es in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben, deshalb machen wir keine Wirkaussagen. Die Forschung zu einzelnen Pflanzen läuft, die Studienlage ist aber begrenzt.
Was ist der Unterschied zwischen Löwenzahnwurzel und Löwenzahnblatt?
Die Wurzel schmeckt deutlich bitterer und erdiger, die Blätter sind milder und werden eher als Salat gegessen. In Bitter Superfoods steckt Löwenzahnwurzelpulver.
Ist Wermut in Kapseln unbedenklich?
Wermut enthält natürlicherweise Thujon, für das in Lebensmitteln Höchstmengen gelten. Halte dich an die Verzehrempfehlung des Produkts. In Schwangerschaft und Stillzeit sprich vorher mit deiner Ärztin.
Kann ich Bitterkräuter als Tee trinken statt Kapseln zu nehmen?
Ja, viele Bitterkräuter gibt es als Tee, zum Beispiel Löwenzahnwurzel oder Schafgarbe. Tee schmeckst du deutlich, Kapseln kaum. Einen Vergleich der Formen findest du in unserem Ratgeber Bitterstoffe Kapseln, Tropfen oder Tee?
Wie viele Pflanzen stecken in Bitter Superfoods?
Elf Pflanzenpulver, die zusammen 85 % der Rezeptur ausmachen, davon 8 % Löwenzahnwurzelpulver. Dazu kommen eine pflanzliche Kapselhülle und Reismehl.
11 Pflanzen, eine einfache Routine
Bitter Superfoods vereint Löwenzahnwurzel, Galgant, Schafgarbe, Ingwer, Koriander, Wermut, Brennnesselwurzel, Kardamom, Kurkuma, Anis und Wacholderbeeren in veganen Kapseln. 2 Kapseln täglich vor einer Mahlzeit, 180 Kapseln für 90 Tage, hergestellt in Österreich.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.













